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SÜß UND EMOTIONAL – DIE HAUPTANFORDERUNGEN AN POS – MARKETING IN DER SÜßWARENBRANCHE

Geschrieben von carolin.brandt | 20 January

Sie haben sicherlich DEN EINEN Freund, der die Nutellacreme direkt mit dem Löffel aus dem Glas isst. Oder schmelzen Sie selber beim Genuss der beliebten Haselnusscreme dahin? Schokolade ist die wohl beliebteste Süßigkeit der Welt, dicht gefolgt von Gummibärchen, Keksen und Co.
Betrachtet man die Macro-Trends der letzten Jahre in Bezug auf Ernährung, Fitness und Lifestyle, bemerkt man schnell, dass Süßigkeiten dort nicht vorkommen. Zu den Top-Themen gehören pflanzenbasierte Ernährung, Superfoods, saisonale und regionale Produkte und das Vermeiden von Zucker und verarbeiteten Lebensmitteln. Der Trend geht dahin, wie zu Großmutters Zeiten einzukaufen – beim Fleischer, Bäcker und auf dem lokalen Markt.


Jedoch entgegen der Annahme, der Handel könnte aufgrund dieser Entwicklungen mit der süßen Ware schwächeln, boomt die Süßwarenbranche wie eh und je. Natürlich haben die Trendthemen die Branche bereits erreicht. So findet man Superfood-Schokolade, vegane Gummibären und Gluten freie Snacks. Doch bleiben diese Produkte nischig. Bei den Deutschen sind vor allem die klassischen Produkte großer Süßwarenhersteller gefragt.


Der Süßwarenmarkt ist ein tougher. Er ist gesättigt und es herrscht rege Verdrängung. Innovatives Marketing und emotional anregende Kommunikation sind hier der Schlüssel zum Erfolg. 360 Grad Kommunikation ist gefragt. ATL-Maßnahmen sind ebenso relevant wie die Präsenz in den sozialen Netzwerken und nicht zu vergessen ist der Point of Sale. Nicht umsonst zählen Süßwarenhersteller zu den Top-Playern im Bereich Sales Promotion. Dem Konsument reicht nicht mehr nur eine Tüte Fruchtgummi oder eine Tafel Schokolade. Er erwartet mehr und bekommt Aktionen, Gewinnspiele, haptische Zugaben und Erlebnisprämien.


Die Formel ist ganz einfach: kauft der Konsument ein Produkt wird er dafür belohnt. Der Anspruch an die Belohnung ist es, eine so starke emotionale Bindung herzustellen, daß der Konsument an die Marke gebunden wird und immer wieder darauf zurückgreift. Nun sind Produkte ohne irgendeine Zugabe vom Aussterben bedroht. Der Konsument wird überschüttet von Maßnahmen, die den Abverkauf steigern sollen. Die wenigsten hinterlassen bleibenden Eindruck. Ganz anders Erlebnisse – sie wirken nachhaltig. Der Kunde wird nicht nur im Kaufmoment belohnt, sondern weit darüber hinaus. Mit einem Erlebnis, das genau zu ihm passt. Es wird eine weitaus stärkere Bindung zu dem Produkt geschaffen, als das in einer anderen Form möglich wäre. Der Kunde erinnert sich daran, was er erlebt hat und wer dieses Erlebnis ermöglicht hat. Die Marke!